Logo

Vergangene Anlässe

Auf die unvergessliche 50-Jahr-Feier des IVV am 8. September 2017 im Zwicky-Areal in Fällanden, folgte wiederum ein abwechslungsreiches Jahresprogramm 2018 mit spannenden Gastgeber-Lunches bei Vereinsmitgliedern wie auch Vorträgen im Rahmen von Business-Lunches, wo uns auch ein Weltmeister besuchte.

Letztes Jahr konnten wir ebenfalls wieder die beliebte Sommer-Schifffahrt auf dem Greifensee durchführen – wie immer bei einwandfreiem Wetter.

Business-Lunch mit Jörg Sennrich

03. November 17

Bericht als PDF

Unternehmensnachfolge – wie werde ich meine Firma los?

Zweifellos ist es eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten, die Nachfolge eines Unternehmens zu regeln. Denn jedes Ende bedeutet auch ein Anfang – mit frischen Ideen und Ansichten, weshalb diese Unternehmensphase genauso verantwortungsvoll vorzubereiten ist wie die Gründung oder ein gezieltes Wachstum.

IVV-Präsident Gery Colombo im Gespräch mit Referent Jörg Sennrich.

Mit Jörg Sennrich, dem Geschäftsführer KMU Next kam ein Referent an den IVV-Business-Lunch ins Parkhotel Wallberg, der unbestritten zu den absoluten Spitzenreferenten zu diesem Thema in unserem Land gehört.

KMU Next
Der unabhängige und neutrale Verein Netzwerk KMU Next bezweckt die KMU in der Nachfolgethematik zu sensibilisieren, zu beraten und zu unterstützen. KMU Next setzt sich ein für ein nachhaltiges Unternehmertum in der Schweiz. Unsere KMU sind und bleiben relevant für den Wirtschaftsstandort Schweiz – heute und morgen! KMU Next pflegt einen unternehmerischen Geist und setzt sich für ein respektvolles, faires und diskretes Verhalten im Rahmen der Nachfolgeberatung ein. Der Verein stellt sich der Verantwortung gegenüber der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt bewusst. KMU Next fördert Transparenz, professionelles Verhalten, Ehrlichkeit und Fairness im Nachfolgemarkt.

Die strategische Herausforderung
In den nächsten 5 Jahren stehen 20 Prozent der Schweizer KMU vor der Nachfolgeregelung. Übertragene Unternehmen haben eine 95prozentige Überlebenswahrscheinlichkeit (Start-up 50 Prozent). 78 Prozent der Schweizer KMU sind Familienunternehmen. Die familieninterne Nachfolge verliert an Bedeutung, so Jörg Sennrich. 50 Prozent würden eine Lösung ausserhalb der Familie suchen. Der Nachfolgeprozess sei komplex und zeitintensiv. Daher empfiehlt Jörg Sennrich eine Prozessbegleitung. Nicht zu übersehen sei auch, dass jede vierte Unternehmensnachfolge scheitere! Davon sind 500000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt betroffen.

Frühzeitige Nachfolgeplanung ist eine zentrale Führungsaufgabe
Sigmund Freud sagte: «Wenn ich eine Entscheidung von nicht allzu grosser Bedeutung fällen musste, habe ich es immer vorteilhaft gefunden, alles Für und Wider abzuwägen. In lebenswichtigen Dingen jedoch, wie etwa die Wahl eines Partners oder eines Berufs, sollte die Entscheidung aus dem Unbewussten kommen, irgendwo aus unserem Innern.»

Kennzahlen auf den Punkt gebracht
Ein Blick auf die Nachfolgeproblematik nach Kantonen zeigt, dass in den Kantonen Solothurn, Graubünden und Bern der höchste Anteil an betroffenen Firmen zu registrieren ist. Den geringsten Anteil weisen die Kantone Obwalden, Zug und L uzern auf. Für den Kanton Zürich sind es 12213 Unternehmungen. Für die Erhebung der Zahlen wurden Einzelfirmen, GmbHs und AGs untersucht. Nachfolgeprobleme wurden identifiziert bei Firmen mit einem hohen Anteil an überalterten Inhabern, Gesellschaftern oder Verwaltungsräten (älter als 60 Jahre, Jahrgang 1957). Insgesamt wurden innerhalb der Schweiz 72486 Betriebe mit einer Nachfolgeproblematik registriert.

Jörg Sennrich gab mit seinen interessanten Ausführungen bestimmt die verschiedensten Denkanstösse, denn manchmal geht ein Unternehmer, ohne zu gehen.

Nachfolge lässt sich nicht vermeiden, doch sie lässt sich planen