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Vergangene Anlässe

Auf die unvergessliche 50-Jahr-Feier des IVV am 8. September 2017 im Zwicky-Areal in Fällanden, folgte wiederum ein abwechslungsreiches Jahresprogramm 2018 mit spannenden Gastgeber-Lunches bei Vereinsmitgliedern wie auch Vorträgen im Rahmen von Business-Lunches, wo uns auch ein Weltmeister besuchte.

Letztes Jahr konnten wir ebenfalls wieder die beliebte Sommer-Schifffahrt auf dem Greifensee durchführen – wie immer bei einwandfreiem Wetter.

Business-Lunch mit Arno Ehret

09. März 18

Weltmeisterlicher Weg zum Erfolg

Der ehemalige Spitzensportler Arno Ehret zeigte den IVV-Mitgliedern in der Praxis erprobte Wege zum Erfolg auf und beeindruckte mit seiner Bodenhaftigkeit.

Daniel Kurz, Arno Ehret und Gery Colombo

“Ich bin stolz darauf, erstmals einen Olympia-Sieger am Businesslunch zu haben”, freute sich der Programmchef Daniel Kurz vor gut besetztem Wallberg-Saal. Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft, Handball-Nationaltrainer und ganz aktuell Trainer der Kadetten Schaffhausen: Auf die jüngste Frage eines Journalisten, warum er sich Letzteres antue, antwortete Ehret, dass es ihm eben immer noch Spass bereite, ein Team auf die Erfolgsschiene zu führen. Und somit war er beim eigentlichen Thema angelangt. Ein Garant für Erfolg gebe es nicht, schickte er mahnend voraus. “Aber man kann sehr viel tun, dass die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg gross ist.”

Aus einer Hauskatze macht man keinen Tiger
Wer als neue Führungsperson ein Team übernehme – sowohl in Sport als auch Wirtschaft – müsse sich zuerst die folgenden Fragen stellen: “Was sind die Ziele, was wird von einem erwartet? Dann gilt es abzuklären, mit wem man es zu tun hat, warum es zu einem Führungswechsel kam und welches die Schlüsselpersonen sind. Es ist ganz zentral, jene Personen, die am meisten Einfluss im Team haben, auf die eigene Seite zu holen”, riet Ehret aus eigener Erfahrung. In einem nächsten Schritt gehe es dann darum, die Erfolgskriterien herauszuspüren. Der gebürtige Süddeutsche warnte vor allzu grossen Illusionen: “Aus einer Hauskatze macht man keinen Tiger – im besten Fall vielleicht eine Wildkatze.”

Gemeinsame Werte als Basis
Führung bedeute nicht zuletzt auch so viel wie “zielorientiertes Zusammenführen von Unterschiedlichkeiten”. Die grosse Herausforderung dabei sei, möglichst viele Gemeinsamkeiten zu finden. Gemeinsame Werte seien die Basis für das Miteinander und der Kern für ein erfolgsorientiertes Teamklima. “Teamerfolg, so betonte der Handball-Profi mit Nachdruck, geht letzten Endes aber nur über Einzelerfolg.”

Der Chef ist nicht alleine verantwortlich
“Wenn es einmal stressig wird, ist es die Aufgabe der Führungsperson, im 1:1-Dialog mit den betroffenen Personen eine Führungsbeziehung zu gestalten.” Der weit verbreitete Irrglaube, der Chef sei für alles alleine verantwortlich, gelte es aus dem Weg zu räumen. Die Gegenseitigkeit bei den Verantwortlichkeiten müsse den Teammitgliedern klar gemacht werden. Ehret erinnerte abschliessend daran, dass es als Führungsperson ferner wichtig sei, Anteilnahme zu zeigen, Stärken zu betonen, Befindlichkeiten zu ertragen und für Erfolgserlebnisse zu sorgen. Gleichzeitig warnte er aber vor zu viel Lob: Klarheit komme vor Harmonie.

Toni Spitale, Industrieverein Volketswil und Umgebung